Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam begeistert Reisende mit Sehenswürdigkeiten wie Schloss und Park Sanssouci, dem Neuen Palais, Schloss Cecilienhof und etlichen weiteren Highlights. Gleich mehrere Must-sees von Potsdam kann man ganz entspannt während einer Schlösserrundfahrt entdecken. 90 Minuten zurücklehnen und genießen!
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Mehr InformationenStart mit Aussicht
Startpunkt der Tour ist die Lange Brücke, wo man sich mit Blick auf den Landtag und die Kuppel der Nikolaikirche einen Platz an Deck suchen kann. Kaum abgelegt, geht es vorbei an der bei Familien beliebten Freundschaftsinsel und unter der Humboldtbrücke hindurch. Taucht linker Hand die markante Silhouette des Hans Otto Theaters auf, dann lässt man den Blick am besten schnell nach rechts schweifen: hoch über den Baumwipfeln ragt dort der 46 Meter hohe Flatowturm im neugotischen Stil auf. Er ist Teil des Gebäudeensembles von Park Babelsberg, wo man vom Tiefen See aus noch die Gerichtslaube und das Hofdamenhaus bewundern kann, bevor Schloss Babelsberg in Sichtweite kommt.
An der Sommerresidenz von Prinz Wilhelm von Preußen, dem späteren Kaiser Wilhelm I., und seiner Frau Augusta wirkten große Namen mit. Der später erweiterte erste Bau stammt vom berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel und im umliegenden Park setzte Gartenarchitekt Hermann Fürst von Pückler-Muskau außergewöhnliche Akzente.
Von Ost nach West
Das Gebäude unten am Wasser mit dem schlanken Schornstein ist das Dampfmaschinenhaus, das man allerdings nicht direkt passiert, denn das Schiff biegt vorher Richtung Glienicker Brücke ab. Hier treffen Potsdam und Berlin aufeinander – zu erkennen an den beiden unterschiedlichen Grüntönen der Brücke. Berühmt ist das Bauwerk vor allem als Schauplatz während des Kalten Krieges. Dreimal tauschten die Sowjetunion und die USA dort Spione aus.
Rechts des Wassers befindet sich nach passieren der Brücke Berlin, wo das Casino Glienicke eher den Eindruck erweckt, als wäre man direkt in Italien gelandet.
Kurz bevor das Schiff an der Pfaueninsel wendet, deren romantisches Lustschlösschen gerade leider verhüllt ist, blitzt noch die Nikolskoer Kirche aus dem dichten Wald hervor.
Zurück in die Potsdamer City
Jetzt geht die Rundfahrt nahe an der Potsdamer Uferseite entlang und man kann tolle Blicke auf die Heilandskirche von Sacrow werfen, die Fans von Babylon Berlin eventuell als Kulisse wiedererkennen werden. Und schon schippert man vorbei am nächsten Highlight: dem Neuen Garten, der wie viele andere Sehenswürdigkeiten entlang des Ufers Teil des UNESCO-Welterbes ist. Vorbei an der Gasthausbrauerei mit ihrer einladenden Terrasse, taucht auch schon Schloss Cecilienhof auf. In dem Bauwerk im englischen Landhausstil wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Geschichte geschrieben.
Schon unterquert man wieder die Glienicker Brücke, passiert den einzigen Aldi Deutschlands mit Schiffsanleger und erreicht kurze Zeit später wieder den Ausgangspunkt. Besonders schön ist die Fahrt natürlich bei Sonnenschein und einer leichten Brise – dann schmeckt auch ein kühles Getränk an Deck besonders gut!
Wer die Tour selbst einmal erleben möchte, kann sie auf der Webseite https://schifffahrt-in-potsdam.de. buchen. Die Touren starten in Potsdam an der Langen Brücke. Der Preis (Stand Oktober 2023) liegt je nach Wochentag zwischen 22 Euro und 24 Euro für Erwachsene und 11 Euro für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Kinder unter 6 Jahre fahren kostenlos. Zusätzlch gibt es Familientickets für bis zu fünf Kindern.