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Mehr InformationenBiologische Landwirtschaft hat im größten Bundesland Österreichs eine lange Tradition. Regionale und saisonale Produkte gehören zur Philosophie der Menschen, die die Sehnsucht nach Einfachheit und Ursprünglichkeit sowie den Geschmack der Kindheit und somit der Heimat, in den Niederösterreichischen Küchen aufleben lassen. Urlauber mit feinem Gaumen finden auf einer Entdeckungsreise durch das Land für Genießer regionale Spezialitäten, experimentierfreudige Produzenten und Gastronomen, die es verstehen die Schätze der Region köstlich zu veredeln.
Wo der Wein zur Visitenkarte wird
Süß, saftig, aromatisch – den Sommer auf der Zunge zergehen lassen
Birne ist nicht gleich Birne
Kleine Körner, starke Heilkraft, großer Geschmack
Von Spargel zu Artischocken, vom roten Pielachtaler-Dirndl bis hin zu den goldenen Fäden der Wachau
Eine der wichtigsten Marchfeldgemüsesorten ist der Spargel. 50 % des österreichischen Spargels, rund 280 Hektar, werden jedes Jahr hier angebaut. Etwas ungewöhnlicher ist es schon, dass sich Stefanie Theuringer auf die Artischocke spezialisiert hat, die quasi „ihr Baby“ ist. Gemeinsam mit ihrem Bruder Johannes bewirtschaftet sie 100 Hektar im Marchfeld mit Feldfrüchten, Getreide, Zuckerrüben und Karotten. In den letzten Jahren haben sich zum einheimischen Gemüse die Süßzwiebeln, spanische Bratpaprika und die Artischocke gesellt. Was als Idee begann, ist inzwischen zum Erfolg geworden. Auf fünf Hektar wachsen jedes Jahr 20.000 Artischockenpflanzen. 90 % liefert Stefanie an die Gourmetküchen Wiens und dem restlichen Österreich. Der Rest wird ab Hof und am Yppenmarkt angeboten.
Das leuchtend rote Aushängeschild einer ganzen Region ist die Kornelkirsche, auch bekannt als Pielachtal Dirndl. Die Dirndl symbolisieren den natürlichen Reichtum des Pielachtals. Eigentlich ist das Dirndl ja gar keine Kirsche, sondern gehört zur Gruppe der Hartriegelgewächse. Bereits Hildegard von Bingen war im 12. Jahrhundert von der Vitamin C haltigen Frucht und der Heilkraft begeistert. Die Dirndlsträucher, die bis zu 450 Jahre alt werden können, fallen vor allem im Frühjahr und Spätsommer auf: im Frühjahr sind sie mit Tausenden goldgelben Blüten übersät, im Spätsommer reifen die roten, olivenförmigen Früchte – die Dirndln – heran. Das vielfältige Genuss-Spektrum reicht von Marmelade, Gelee, Eis, Creme-Honig, Kompott, über Mus, Pralinen, Frucht- Rollis, Sirup, Tee, Torte, Zucker, Likör, Bier bis hin zum klassischen Original Pielachtaler-Dirndlbrand.
Alte Traditionen wurden in der Wachau neu belebt. Bernhard Kaar vertreibt in Dürnstein selbstproduzierte Spezialitäten aus dem teuersten Gewürz der Welt, denn seit 2007 baut er bio-zertifizierten Wachauer Safran an. Daraus entstehen Safran-Honig, -Marmelade und -Essig. 250.000 Krokusknollen hat Kaar inzwischen auf aufgelösten Weinterrassen an der Donau gepflanzt, gut behütet und gepflegt. Im Herbst erntet er das rote Gold, indem er die drei Fäden jeder Blüte von Hand zupft und trocknet. Ein besonderer Tipp: Die Konditorei Hagmann macht aus dem Wachauer Safran Schokolade und Pralinen.